Immobilienfinanzierung mit wenig Eigenkapital

30 Mrz 2016

Eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen, ohne über das nötige Eigenkapital zu verfügen, war noch vor einigen Jahren nicht denkbar. Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten, als Bauherr oder Käufer seine Liquidität trotz mangelnder Rücklagen zu wahren. Man spricht hier von einer sogenannten Vollfinanzierung. Hier erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile so eine Vollfinanzierung haben kann.

100%, 110%-Finanzierung – die Möglichkeiten
Viele Banken bieten ihren Kunden im Moment sogenannte Vollfinanzierungen für ihren Hauskauf oder –bau an. In Deutschland sind es aktuell rund 20 Banken, darunter sowohl Direkt- als auch Filialbanken, die mit diesem Angebot werben, und der Andrang ist groß. In der Tat kann eine solche Vollfinanzierung sehr attraktiv wirken. Zu Unterscheidung ist zwischen folgenden Arten der Vollfinanzierung:

  • 100%-Finanzierung: Die Bank übernimmt 100% des Kaufpreises. Eventuelle Nebenkosten für Notar, Makler, Grundbuch und Grunderwerbssteuer sind vom Kunden zu zahlen. Diese können bis zu 15% des Kaufpreises betragen.
  • 110%-Finanzierung: Die Bank finanziert hier auch die zusätzlichen Kosten bis zu 10% des Kaufpreises. Für den Kunden laufen also bei dieser Art der Finanzierung keine unmittelbaren Kosten auf.

 

Was sind die Bedingungen für eine Vollfinanzierung?
Sowohl für die 100%- als auch für eine 110%-Finanzierung verlangen die meisten Banken einen Nachweis über ein geregeltes und gehobenes Einkommen, um das Risiko der Zahlungsunfähigkeit für sie zu minimieren. Generell sind die Anforderungen der Bank für eine 110% -Finanzierung gehobener als für die 100%-Finanzierung. Wenn Sie als Kunde die Kaufnebenkosten übernehmen können, erhöhen sich Ihre Chancen auf eine Vollfinanzierung deutlich. Positiv für Sie kann sich auch die Lage und der Zustand Ihrer Immobilie auswirken. Eine Immobilie in beliebter Lage und in gutem Zustand kann Ihnen helfen, die gewünschte Form der Finanzierung zu erhalten.

Die Gewährung einer Vollfinanzierung von der Bank findet ihren Niederschlag in deutlichen Zinsaufschlägen. Damit gleichen die Banken das für sie höhere Risiko aus. Die Kreditzahlung funktioniert im Wesentlichen genauso wie bei Baufinanzierungen mit Eigenkapitalanteil. Zwei Tilgungsarten stehen Ihnen bei der Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital zur Verfügung:

  • Annuitätendarlehen

Solange der Sollzinssatz gleichbleibt, verändert sich die monatlich anfallende Ratenzahlung auch nicht. Zu beachten sind allerdings die Verschiebungen der Anteile von Zins und Tilgung während der Laufzeit. Bei steigendem Tilgungsanteil fallen die Zinsen und umgekehrt.

  • Festdarlehen

Das Festdarlehen ist eine langfristige Tilgungsform, bei der der Darlehensnehmer ausschließlich die Zinsen an die Bank zahlt. Erst am Ende der Laufzeit wird das Darlehen als gesamte Summe zurückgezahlt.

Wägen Sie ab und lassen Sie sich beraten!
 Mit einer Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital können Sie sich den Traum vom Eigenheim verhältnismäßig spontan, da ohne langjährige Anlagen erfüllen. Wichtig dabei ist, dass Sie das Risiko bei dieser Form der Finanzierung realistisch einschätzen. Es kann immer zu unvorhergesehen Kosten im Haus kommen. Deshalb ist es empfehlenswert, derlei Unabwägbarkeiten in die Planungen miteinzubeziehen.

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