Forwarddarlehen

30 Mrz 2016

Ein Forwarddarlehen tritt meist als eine Form der Anschlussfinanzierung auf und kann Ihnen aktuell günstige Zinskonditionen für die Zukunft sichern. Hier erfahren Sie, wann es sinnvoll ist, ein Forwarddarlehen abzuschließen, und zu welchen Konditionen dies geschehen sollte.

Wann bietet sich der Abschluss eines Forwarddarlehens an?
Oft ist nach Ablauf einer Zinsbindung von zehn bis fünfzehn Jahren das Darlehen für eine Immobilie noch nicht vollständig getilgt. Kreditnehmer stehen deshalb vor Ablauf der festgesetzten Zeit vor mehreren Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung. Ein Forwarddarlehen ist dabei insofern eine gute Wahl, da Sie für die Zukunft einen festen, bestenfalls niedrigen Zinssatz festlegen können. Forwarddarlehen sind also vor allem dann sinnvoll, wenn sich die Zinsen auf einem niedrigen Stand bewegen und ein Anstieg zu erwarten ist.

Das Darlehen wird vorausschauend abgeschlossen. Maximal fünf Jahre vor Auszahlung des Darlehens ist der Abschluss möglich. Dadurch soll Ihnen ein flüssiger Übergang von Ihrem noch laufenden Darlehen zur Anschlussfinanzierung gewährleisten werden. Je weiter im Voraus der Abschluss erfolgt, desto höher fällt der Zinsaufschlag aus, mit dem sich die Banken Ihre Zinssicherheit bezahlen lassen. Dieser Zinsaufschlag ist allerdings aktuell verhältnismäßig gering (teilweise weniger als ein halber Prozentpunkt), weshalb Sie sich davon nicht abschrecken lassen sollten. Bis zum Zeitpunkt der Darlehensbereitstellung fallen für Sie keine Kosten an.

Laufzeit der neuen Zinsbindung:

Damit ihre Anschlussfinanzierung in der Form eines Forwarddarlehens Ihre einzige Anschlussfinanzierung bleibt, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Schulden nach Ablauf der neuen Zinsbindung tatsächlich beglichen sind.

Hier noch einmal die Vorteile eines Forwarddarlehens im Überblick:

  • Sichert Ihnen einen bestimmten, möglichst niedrigen Zinssatz für die Zukunft.
  • Ermöglicht Ihnen, bis zu fünf Jahre im Voraus zu planen.
  • Flüssiger Übergang vom alten Darlehen zur Anschlussfinanzierung garantiert.
  • Nach zehn Jahren mit sechsmonatiger Frist kündbar.

Risiken und Kosten
Einer der großen Vorteile eines Forwardarlehens birgt auch ein gewisses Risiko: Als Nehmer eines Forwarddarlehens setzen Sie darauf, dass die Zinsen in den kommenden Jahren steigen und es für Sie insofern besser ist, sich die aktuell niedrigen Zinsbedingungen zu sichern. Eine Garantie, dass die Zinsen tatsächlich steigen gibt es aber nicht. Sollten die Zinsen womöglich bis zum Bereitstellungsdatum gar noch sinken, sind Sie trotzdem an den in Ihrem Darlehensvertrag festgelegten Zinssatz gebunden. Informieren Sie sich also, bevor Sie ein Forwarddarlehen abschließen, wie die Entwicklung des Zinssatzes in nächster Zeit einzuschätzen ist.

Schließen Sie ein Forwarddarlehen mit derselben Bank Ihres laufenden Darlehens ab, sollte es für Sie keine Komplikationen geben. Wenn Sie sich dazu entschließen, die Bank zu wechseln, können unter Umständen noch zusätzliche Kosten für Sie entstehen.

Minimieren Sie Ihr Risiko: Lassen Sie sich beraten!
Der Entschluss zu einem Forwarddarlehen wird einen maßgeblichen Einfluss auf die geregelte Tilgung Ihrer Schulden haben. Gehen Sie dabei kein unnötiges Risiko ein, sondern lassen Sie sich von Experten helfen, damit Sie auch wirklich von einem guten Darlehenszins für die Zukunft profitieren können.

Auf den Punkt. gebracht: „zuhören, verstehen, beraten“.

Wir von ProSolutas beraten Sie gerne auf Ihrem Weg. Kontaktieren Sie uns persönlich zur unverbindlichen ProSolutas Erstberatung unter 02227 / 9335050.