Anschlussfinanzierung

30 Mrz 2016

Nicht immer verläuft alles so, wie Sie es geplant haben. Es kann vorkommen, dass Sie ein Darlehen innerhalb der Zinsfestschreibungszeit nicht komplett zurückzahlen können. Das sollte aber kein Grund für schlaflose Nächte sein. Mit einer Anschlussfinanzierung können Sie die restlichen Schulden teilweise sogar zu besseren Konditionen als bisher über einen neuen Zeitraum tilgen. Ob es günstiger ist, Ihre Konditionen beizubehalten oder neue auszuhandeln, beantworten wir Ihnen in diesem Artikel.

Ablauf der Zinsbindung und Restschulden – was tun?
Häufig kommt es nach Ablauf der Zinsbindung nicht zu einer vollständigen Tilgung der Schulden durch den Darlehensnehmer. Trifft so ein Fall auf Sie zu, sollten Sie bereits frühzeitig mit Ihrem Kreditinstitut Kontakt aufnehmen. Oft setzt sich die Bank aber auch automatisch mit Ihnen in Verbindung, um Ihnen die neuen Konditionen für Ihre Anschlussfinanzierung in Form eines Prolongationsangebots mitzuteilen. Generell können Sie die Konditionen mit der Bank neu aushandeln, also beispielsweise den Tilgungssatz erhöhen. Hier ist Ihre persönliche Einschätzung gefragt. Ziel einer Anschlussfinanzierung sollte immer die vollständige Schuldentilgung sein. Wenn Sie sich finanziell zutrauen, den Tilgungssatz zu erhöhen, um die Zinsbindung Ihres neuen Darlehens zu verringern, sollten Sie dies tun.

Die verschiedenen Möglichkeiten einer Anschlussfinanzierung
Sind Sie mit den von Ihrer Bank vorgelegten Konditionen für eine Anschlussfinanzierung einverstanden, dann stimmen Sie einer sogenannten Prolongation zu. Damit ist die Verlängerung der Laufzeit Ihres bisherigen Darlehens zu denselben Bedingungen gemeint. Vor dem Abschluss einer solchen Prolongation sollten Sie sich jedoch auf jeden Fall auch Angebote anderer Banken einholen. Konfrontieren Sie Ihr bisheriges Kreditinstitut mit den Ergebnissen Ihrer Recherche, so lassen sich für Sie eventuell günstigere Konditionen aushandeln. Unabhängig davon, ob Sie mit Ihrer bisherigen Bank ein neues Angebot vereinbaren, oder sich für Ihre Anschlussfinanzierung ein anderes Kreditinstitut suchen, spricht man dann von einer Umschuldung.

Wenn Sie eine Umschuldung vor dem Ablauf Ihres bisherigen Immobilienkredits abschließen, handelt es sich um eine besondere Art der Anschlussfinanzierung, dem Forwarddarlehen. Mit dem Forwarddarlehen können Sie bereits bis zu fünf Jahre vor dem Ende Ihres laufenden Kreditvertrags ein neues Darlehen aufnehmen. Dadurch ist es Ihnen möglich, die aktuellen Zinsbedingungen „einzufrieren“. Zum Zeitpunkt der Darlehensbereitstellung haben Sie dann dieselben Zinsen, wie zur Zeit des Vertragsabschlusses. Ein Forwarddarlehen ist allerdings auch mit zusätzlichen Kosten und einem Risiko verbunden: Nur unter der Annahme eines Zinsanstiegs lohnt sich der Abschluss eines Forwarddarlehens.

Für eine Anschlussfinanzierung haben Sie also die Möglichkeit einer

  • Prolongation: Laufzeitverlängerung des bisherigen Darlehens bei gleichen Konditionen.
  • Umschuldung: Abschluss eines neuen Immobilienkredits nach Ablauf der Zinsbindung. Geschieht die Umschuldung bereits vor Ablauf der Zinsbindung, handelt es sich um ein
  • Forwarddarlehen: Darlehensnehmer und –geber legen einen Zinssatz fest. Die Darlehensbereitstellung erfolgt erst zu einem bestimmten Zeitpunkt bis zu fünf Jahre nach Abschluss des Vertrags.

Lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen!
Die Entscheidung, welche Art der Anschlussfinanzierung und welches Angebot für Sie am günstigsten ist, lässt sich oft nicht leicht beantworten. Ihr Interesse sollte sein, einen möglichst guten Darlehenszins zu erhalten. Wir von ProSolutas unterstützen Sie gerne bei diesem Prozess. Nehmen Sie Kontakt zu unseren Experten auf unter 02227 – 9335050. Unser Motto: „Auf den Punkt. gebracht: zuhören, verstehen, beraten.“